Früher gucktest du mich an, wenn ich mich zu dir legte. Hast mir in die Augen geguckt, wenn ich gekommen bin. Heute guckst du mich an, wenn ich gehe.
Wieder, damals und jetzt, sitzt du im Warmen und träumst und starrst. Nur selten ein Blinzeln zu mir oder aus dem Fenster. Ein Glas Wein zwischen deinen harten tönernen Lippen, statt summen. Unserer Stimmen zittrig, kein Kraaa, Kraaaa, Kraaaaa, nur zerbrechliche Scherben ohne Vibration. Im gehen sehe ich deine verblassten roten Zerrspiegelaugen, mit ledrigem Weiß.
Deine Hände zupfen gelbe Blätter von der schwarzen Blume:
Du liebst mich, du liebst mich nicht, du liebst mich…, du liebst mich…, du liebst…, du…, du…,
ein Blütensplitter bleibt stecken und wird vorsichtig ausgezupft. Er oder sie bleibt. Du kannst gut leiden, oder eben nicht.
Versteinert. Bist müde von Allem und satt vom Lärm, soviel Gemüt und starrst, nicht aus dem Fenster. Genau dort, ein diffuser Fleck, hell und kaum sichtbar, damals und jetzt, ein kosmischer Nebel, beweglich und gewaltig. Wir krähen: „Zieh dich aus!“
Grauschwarze Stimmen, Nachts zur Rabenzeit